Trauma: wenn der innere Raum zu eng wird

Was Sie erleben:

Sie fallen in Reaktionsweisen, die Sie gar nicht wollen, fühlen sich hilflos ausgeliefert.

Sie fühlen sich orientierungslos, haben Herzklopfen, unerklärliche Unruhe, können sich nicht beruhigen.

Sie haben wenig Zugang zu Ihren Gefühlen.

Sie haben körperliche Symptome, die kaum erklärbar sind.

 

Vielleicht steht ein im Körper gespeichertes Trauma dahinter.

Was ist Trauma?

Jeder Mensch kann Erfahrungen machen, die ihn überwältigen. Er kann in einen Autounfall geraten oder Opfer eines Überfalls werden, oder er sieht einen geliebten Menschen sterben. Dies sind drastische Beispiele, aber auch medizinische Eingriffe, Vernachlässigung in der Kindheit oder ein Hundebiss und noch viele Erfahrungen mehr können traumatisieren. Diese psychische Verletzung bezeichnet man als „Trauma“.

 

Das Trauma liegt nicht im Ereignis selbst, es entsteht, wenn biologische Schutzmechanismen (Kampf, Flucht oder Erstarrung) nicht vollständig durchlebt werden konnten. Wenn etwas uns überwältigt hat, zu schnell, zu plötzlich, zu viel auf uns eingestürzt ist, kann es passieren, daß diese Erfahrung im Körper stecken bleibt. Unser Körper hat eine schwere Bedrohung erlebt und hat noch nicht verstanden, daß die Gefahr vorbei ist.

 

Da können wir rational Lösungswege kennen und werden trotzdem oft mit Angst, Wut oder Kontrollverlust konfrontiert. Oder wir haben nicht die geringste Ahnung, was vorgefallen ist, spüren aber, daß etwas "nicht stimmt".

Was passiert in einer Stunde Somatic Experiencing®?

Das Trauma liegt im Nervensystem, im Körper. Es ist mehr als die Geschichte, die man erzählen kann. Denn während einer überwältigenden Erfahrung schaltet das Sprachzentrum oft ab.

 

Daher ist es bei Somatic Experiencing® nicht nötig, das traumatisch Erlebte noch einmal zu durchleben. Man kann auch ganz ohne eigene Erinnerung arbeiten. Das kann sinnvoll sein, vor allem, wenn das Ereignis emotional noch zu belastend ist oder zu lange zurück liegt.

 

Also arbeiten wir mit dem Körper. Wir wenden uns an das autonome Nervensystem. Wir spüren Körperempfindungen und -impulsen, Emotionen, inneren Bildern, Gedanken und Überzeugungen nach.

Wir finden körperlich spürbare Ressourcen und nähern uns dann vorsichtig dem an, wo es schwierig ist. Dabei gehen wir in kleinen Schritten vor, so daß der Körper nach und nach die im Nervensystem eingefrorene Energie lösen kann. So wird eine mögliche Retraumatisierung, also ein erneutes Überwältigt- werden vermieden.

 

Wenn die Erstarrung aus dem Körper weicht, kann das Gefühl, ausgeliefert zu sein, in Handlungsfähigkeit übergehen. Das Erleben der Welt kann wieder in die Gegenwart zurück kommen und ist nicht mehr bestimmt von einem automatisierten Reaktionsmuster aus der Vergangenheit.

 

Der Körper erlebt wieder Sicherheit und der Geist wird frei für offene Aufmerksamkeit in der Gegenwart.

Kontakt

Hilke Andersen

Isernhagener Str. 41

30161 Hannover

 

Telefon:0170-6889371

mail(at)hilke-andersen.com



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